Historikerstreit als Ersatzhandlung?

Historikerstreit als Ersatzhandlung?

Audio | 08.08.2018 | Dauer: 00:04:55 | SR 2 - Kai Schmieding

Themen

Seit Jahren streiten die Historiker um die Reputation des ehemaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Röfer - und zwar meist mindestes erbittert, zuweilen sogar mit kaum übersehbarer Wut. Warum aber kochen die Gefühle so schell hoch, wenn es um historische Forschung geht? Für Mechthild Gilzmer, Professorin für Romanistik an der Universität des Saarlandes und Expertin für Erinnerungskultur, lässt sich die große Erregung auch als "so etwas wie eine Ersatzhandlung" deuten: Zumindest unbewusst gehe es wahrscheinlich bei jedem Einzelnen um die Frage, wie man selbst gehandelt hätte, wenn man an der Stelle eines historischen Prominenten gewesen wäre - und wie man sich heute in einer ähnlichen Machtposition verhalten würde. Auch die "ungeheure Enttäuschung", dass eine womöglich lange bewunderte Person durch Historiker "vom Sockel gestoßen" würde, spiele psychologisch eine Rolle.

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